Wusstest du schon?

Das viele heutige Sprichwörter auf die Bauernkultur zurückgehen?

Etwas auf die hohe Kante legen …

Früher lebten die Menschen in engen kleinen Zimmern im vorderen Teil des Bauernhauses – dem Kammerfach. In der Groot Döns lebten die Bauern, die den Hof bewirtschafteten. Hier hatten sie ihr Hab und Gut.

In Truhen verstaut und so wenigstens etwas vor den schlechten Verhältnissen geschützt, bewahrten sie ihre Kleidung und auch die Aussteuer auf. Und genau hier befindet sich die hohe Kante. Am oberen Rande solcher oft mit Intarsien verzierten Truhen befand sich diese kleine Ablagefläche, auf der man wertvolle Dinge – meist Geld und Schmuck – aufbewahrte.

Daher das Sprichwort: „Etwas auf die hohe Kante legen“.

Bist du im Bilde?

Auch noch so ein Spruch. Der rührt von den alten Delfter Fliesen her. Denn diese waren oft aus Holland importiert und mit vielen Bildern versehen. Die Bilder waren nicht nur zur Zierde. Die Bauern, die oft nicht lesen konnten, sollten trotzdem wichtige Geschichten verstehen. Oft wurde die Schöpfungsgeschichte oder die Geburt Jesu dargestellt.

Auf den Bildern wurde also eine Botschaft transportiert. Und dadurch war man „im Bilde“.